Verbesserung der Hortbetreuung

Die SPD Fraktion im Rat der Gemeinde Isernhagen setzt sich dafür ein, dass die zukünftige Hortbetreuung in der Gemeinde ausgebaut wird. Dazu hat sie im Rat der Gemeinde Isernhagen einen Antrag gestellt, dass Vorschläge für das Schuljahr 2018/2019 erarbeitet werden.

Die Kindergartenbetreuung in unserer Gemeinde ist bis 16/17 Uhr gut ausgebaut und wird von den Eltern gern genutzt. Viele Eltern sind aufgrund ihrer beruflichen Situation darauf angewiesen, dass ihre Kinder auch in den ersten vier Schuljahren ganztags gut betreut werden können. Das bisherige Angebot in unserer Gemeinde reicht hier bei weitem nicht mehr aus.

Viele Kommunen in der Region Hannover können den Eltern ein umfangreicheres Angebot bereitstellen. Die VHS-Lösung, dies ist ein Hortersatz mit eingeschränkten Betreuungszeiten, ist in unserer Gemeinde eine einmalige Angelegenheit, die in keiner weiteren Gemeinde eingerichtet ist. Sie sollte auch bei uns nur eine Übergangslösung sein, da eine Hortbetreuung ein umfangreicheres pädagogisches Konzept beinhalten müsste.

Wir bauen in allen Bereichen unserer Gemeinde – Krippen, Kindergärten, Grundschulen, IGS, Gymnasium – die Anzahl der Plätze für die Kinder aus bzw. stellen ihnen gute bis sehr gute Räumlichkeiten zur Verfügung. Nur im Hortbereich haben wir Lücken.

Bildung einer Arbeitsgruppe durch Losverfahren

Die Arbeitsgruppe soll nach einem neuen Konzept gebildet werden: „Die Verwaltung wird mit der Implementierung einer Arbeitsgruppe durch Losverfahren zum Thema „Erarbeitung eines Konzeptes zur Hortbetreuung im Kontext von Ganztagsgrundschule“ beauftragt“.

Die Bürger_innen werden stärker in den Entscheidungsprozess mit eingebunden, dies auch besonders im Hinblick auf die finanzielle Situation der Gemeinde. Die politische Debatte könnte mit diesem Verfahren attraktiver, lebendiger werden. Das Interesse an der Ratsarbeit wird bei den Bürger_innen zunehmen und somit wird auch die Akzeptanz der Beschlüsse größer.

Aus dem Melderegister werden nach dem Zufallsprinzip 50 bis 80 Personen ausgelost. Die ersten 20 Personen ab 14 Jahren, im Verhältnis weiblich/männlich 50:50, werden angeschrieben, ob sie zur Teilnahme an der Arbeitsgruppe bereit sind. 10 weitere Personen werden als Ersatzteilnehmer ebenfalls informiert. In einem Begleitschreiben wird ihnen erklärt, worum es geht. Bei Absagen werden in der Reihenfolge der ausgelosten Personen weitere Bürger_innen angeschrieben. Über die Presse wird die Öffentlichkeit vorzeitig und ausführlich über das Projekt informiert.

Die Arbeitsgruppe wird durch eine kompetente Moderation (Institut, NN) und protokollarisch von der Verwaltung unterstützt. Nachdem die Arbeitsgruppe ihr Ergebnis erarbeitet hat, wird die schriftliche Ausarbeitung der Öffentlichkeit, dem Rat, dem Fachausschuss und den Ortsräten vorgestellt. Die Endscheidung trifft der Rat. Die Mitglieder des Rates verpflichten sich, die Vorschläge ernsthaft zu prüfen und ihre Entscheidung öffentlich darzustellen.

Wir meinen, dass dieses Verfahren zu einer lebendigen und politischen, demokratischen Kultur in unserer Gemeinde beitragen wird.

Hans-Edgar Ojemann, Fraktionsvorsitzender