Start der dualen Erzieherausbildung

In Isernhagen wurden in den letzten Jahren viele neue Krippen- sowie Kindergartenplätze geschaffen und es werden noch weitere in Altwarmbüchen und in Isernhagen FB dazukommen. Bei der Neueinstellung von Erziehern/innen wurde allerdings festgestellt, dass es erhebliche Mühe machte, Fachkräfte zu finden.

Auf Antrag der SPD Fraktion wollen wir in Isernhagen einen neuen Weg einschlagen, um selbst auszubilden. Auch das wird helfen, offene Stellen schneller zu besetzen. Die Ausbildung zum Erzieher/in ist überwiegend schulisch geprägt und die Schüler/innen müssen das Schulgeld selbst bezahlen.

Wir wollen Sozialassistenten (1.Teil der Ausbildung zum Erzieher/in) in Teilzeit einstellen, um Ihnen die weitere Ausbildung zum Erzieher/in bei der Zahlung eines Gehaltes sowie der Übernahme des Schulgeldes zu ermöglichen. Das bietet den Vorteil, dass bereits bei diesem Stand der Ausbildung, eine Vergütung erhalten werden kann. Dazu kommt der Wegfall der Schulgeldkosten. In der Kindertagesstätte wird ein guter Praxisteil vermittelt und in der Kita steht eine weitere Kraft zur Verfügung, die bei der täglichen Arbeit in den Gruppen unterstützen kann.

Wer hier vor Ort diese Ausbildung machen will, muß sich für die nächsten 5 Jahre verpflichten, in einer kommunalen Einrichtung der Gemeinde Isernhagen zu arbeiten. Der Ausschuß für Soziales, Familie, Jugend u. Senioren hat einstimmig für die Schaffung von vier Ausbildungsplätzen ab 2020 gestimmt. Diese sollten in den vier kommunalen Kitas eingerichtet werden. Wir sind sicher, diese Investition ist eine richtige Entscheidung für die Zukunft unserer Kindertagesstätten.

Der Fachkräftemangel im Bereich der Kinderbetreuung betrifft nicht nur Isernhagen. In ganz Niedersachsen und bei allen Trägern von Kindertagesstätten wird dies festgestellt. Deshalb wird auch in der Landesregierung bereits über eine Änderung der Ausbildung von Erziehern und Erzieherinnen beraten, Fördermittel vom Land könnten dafür gezahlt werden. Sollte die Gemeinde Isernhagen vom Land für unser Modell Zuschüsse erhalten können, würden sich die Kosten entsprechend reduzieren.

Gudrun Krone-Höpfner